Am 5. Februar 2014 bot sich für uns, den Schüler der Fachoberschule, die Möglichkeit, an einer organisierten Führung in der Neuen Synagoge Dresden teilzunehmen. Nach einer freundlichen Begrüßung durch unsere Führerin, die selber Mitglied der jüdischen Gemeinde Dresdens ist, erfuhren wir im Gemeindesaal der Synagoge eine Menge Interessantes über die Geschichte der alten Synagoge, welche von Gottfried Semper entworfen und im Jahre 1840 eingeweiht wurde und in der Reichpogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde. Anhand von Bildern aus der früheren Zeit erfuhren wir vieles über Aussehen der Synagoge und das jüdische Leben in der Stadt. Anschließend gingen wir über den Innenhof, in dem, durch Metallschienen gekennzeichnet, die ehemalige Grundfläche der Semper´schen Synagoge sichtbar ist, in die 2001 eröffnete Neue Synagoge. Diese ist analog der „Klagemauer Jerusalem“ errichtet worden. Die Männer unter uns, welche keine Mütze oder Kappe trugen, mussten nach dem Eintreten eine Kippa aufsetzen.

Nachdem unsere Begleiterin uns weitere interessante Details zum Bau der Synagoge erzählt hatte, betraten wir den rituellen Raum durch die hölzerne Westwand und nahmen auf den Sitzbänken Platz. Danach wurde uns einiges an Anschauungsmaterial, z.B. ein Modell einer Thora oder ein Gebetsmantel, gezeigt und viel Wissenswertes zur Synagoge sowie zum jüdischen Glauben berichtet. Zum Schluss bekamen wir noch Zeit für die Beantwortung unserer Fragen, die sich vor allem um den Alltag jüdischer Gläubiger in einem christlich geprägten Land wie Deutschland drehten. Im Gesamten war es ein sehr interessanter Ausflug und wir können es jedem empfehlen, auch einmal an einer Führung in der neuen Synagoge teilzunehmen.