Nach dem letzten Schultag im Dezember traf sich das Kollegium des BSZ „Franz Ludwig Gehe“ zum pädagogischen Tag. Neben einigen schulorganisatorischen Konferenzen erlebten wir eine Weiterbildung zum Thema „Facebook – Soziale Medien“, die unter der Leitung von Frau Büchner von Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule, Klasse 11, erarbeitet und präsentiert wurde. Zum Abschluss des Tages besuchten wir das neue Schulgebäude auf dem Leutewitzer Ring. Wir wurden dort sehr freundlich aufgenommen und lernten das Gebäude von allen Seiten kennen.

In der letzten Schulwoche fand eine kleine Kinder-Kollegen-Weihnachtsfeier statt. Während die Erwachsenen gemütlich bei Kerzenschein zu Kaffee und Kuchen beisammensaßen, hatten die Kinder die Möglichkeit miteinander zu toben, zu musizieren und zu basteln. Der Abend klang mit einer Weihnachtsgeschichte aus. Das Bastelergebnis, eine Sternenkette, wurde dann im Schulgebäude am Leutewitzer Ring als Dankeschön aufgehängt.

Die Handelsschule ist auch in diesem Jahr wieder Projektpartner für das internationale Kinderchorfestival in Dresden. Am 15.10. fand dazu ein erstes Meeting statt, in dessen Rahmen die Projektgruppe der TK 12 das Konzept eines Touristischen Tages unter dem Motto "Time Warp" für Mai 2014 vorstellte. Die Präsentation war professionell gehaltet und dementsprechend erfolgreich. Wir sind gespannt, wie`s weitergeht...

 

"Versteckte Ecken in Moritzburg entdecken", das war das Ziel unseres Kollegenausfluges am Montag der Vorbereitungswoche. Tatsächlich ging es allerdings in Radebeul los, denn der Lößnitzdackel trug uns dampfbetrieben durch grüne Landschaften hin zum Treffpunkt am Moritzburger Bahnhof. In einem Spaziergang umrundeten wir dann das Moritzburger Schloß mit den vier verschieden benannten Türmen. Von dort trugen uns Pferdekutschen durch die Moritzburger Jagdwälder, die noch allerlei vom „alten Charme“ zeigten. Die Kutschfahrt endete am Leuchtturm, neben dem Marcolinihaus, wo uns eine leckere Rosenbowle, ein appetitliches Grillbuffet, ein aufgeregter, aber mit Wissen gefüllter Zeitgenosse des Barock und ein engagierter Fasanenmeister erwarteten und schließlich begeisterten. Der Ausflug war für alle Kolleginnen und Kollegen ein gelungener Tag.

Darius Ludwig

Die tollen Fotos sind von Axel Körsten. Vielen Dank!

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Kevin Laßner (Klasse 11 A) gewann mit seinem Beitrag über den Film "Im Westen nichts Neues" den Wettbewerb "Schüler schreiben eine Filmkritik", zu dem das Schulkino Dresden während der Kinowochen im März aufgerufen hatte. Er konnte sich über zwei Kinokarten freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Im Westen nichts Neues (1930)

„Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben!“ Für Kaiser, Gott und Vaterland! Paul Bäumer, Schüler eines deutschen Gymnasiums, und seine Mitschüler melden sich nach einer flammenden Rede ihres Lehrers freiwillig ihren Dienst in der Armee und später im ersten Weltkrieg zu leisten. Nach einer boshaften Grundausbildung des Reserve-Unteroffiziers Himmelstoß, ihr ehemaliger Briefträger, werden die Jungen an die Front geschickt. Sie treffen auf erfahrene Soldaten, mit denen sie gemeinsam das Grauen eines Stellungskrieges durchleben werden. Bei einem Heimurlaub erfährt Bäumer die unterschiedlichen Ansichten der Front durch Stammtischstrategen seiner Heimat. Später berichtet dieser verstört in seiner alten Schule, wie die Realität an der Front aussieht. Doch seine Darlegung wird angezweifelt und beschimpft. Zurück an der Front muss Bäumer feststellen, dass viele seiner Kameraden bereits gefallen oder wegen Fahnenflucht verhaftet worden sind. Seine Kompanie wird durch blutige Amateure wieder aufgefüllt. Nach weiteren alltäglichen Einblicken in den Krieg kommt es schließlich zum Höhepunkt des Films, Paul Bäumer wird tödlich von einer französischen Kugel getroffen. „Im Westen nichts Neues“ besteht aufgrund der technischen Situation damals als Stumm- sowie auch als Tonfilm und wurde für den deutschen Markt als einer der ersten Filme synchronisiert. Mit einer teils fortlaufenden und teils sprunghaften Szenenwechselmethode übermittelt der Film eine ganz individuelle Atmosphäre, dennoch ergibt sich ein zusammenhängendes Geschehen. Die neuartige mobile Kameraführung und die ersten Anfänge der Detailaufnahme binden Zuschauer in das Geschehen trotz einer Schwarzweißversion ein. Zeittypische Requisiten sowie Kleidungsstücke, wie die bekannte preußische Pickelhaube, fundamentieren den Eindruck des ersten Weltkrieges. Die Verwendung zweier Standorte, der Heimat und der Front, bestärken die Verdeutlichung von unterschiedlichen Ansichtsweisen. Eine exzellent ausgewählte Filmmusik erweckt zusätzlich emotionalen Einbund der Zuschauer. Der Film ist einerseits interessant und informativ gestaltet, andererseits durch seine hohe Laufzeit sehr langwierig anzuschauen. Man kann dem Geschehen im Großen und Ganzen recht gut folgen und sich ebenso in den Figuren wiederfinden. Man merkt jedoch leider, dass es alles nur geschauspielert wird, da Gefühle und Gedanken der Akteure etwas zu primitiv verwendet werden, um schnellstmöglich Zuschauer anzusprechen, was die Glaubwürdigkeit beeinflusst. Die Filmmusik ist vorzüglich getroffen, ebenso werden originale Klänge der Front eingebunden, was die stilechte Atmosphäre unterstützt. Der Wiederantritt an der Front und der Höhepunkt des Films, die letzte Szene, zeigen besonders auf, dass es sich um einen Antikriegsfilm handelt, denn die Realität des Krieges ist grausam, anders als in der Heimat propangiert wird. Der Film erfordert breitgefächertes Denkvermögen und durch die teils gewaltsamen Filmsequenzen erscheint die Altersempfehlung von zwölf Jahren zu niedrig angesetzt. Zusammenfassend ist „Im Westen nichts Neues“ ein ausgezeichneter Klassiker der Antikriegsfilme und für jeden Geschichtsinteressierten eine Empfehlung, welcher überdimensional und ausdauernd denken kann.

Originaltitel: All Quiet on the Western Front

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: 1930 Genre: Kriegsfilm (Antikriegsfilm)

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben Regie: Lewis Milestone Darsteller: Lew Ayres Louis Wolheim

Laufzeit: 136 Minuten

Erarbeitet von Kevin Laßner