In der letzten Schulwoche fand eine kleine Kinder-Kollegen-Weihnachtsfeier statt. Während die Erwachsenen gemütlich bei Kerzenschein zu Kaffee und Kuchen beisammensaßen, hatten die Kinder die Möglichkeit miteinander zu toben, zu musizieren und zu basteln. Der Abend klang mit einer Weihnachtsgeschichte aus. Das Bastelergebnis, eine Sternenkette, wurde dann im Schulgebäude am Leutewitzer Ring als Dankeschön aufgehängt.

Die Handelsschule ist auch in diesem Jahr wieder Projektpartner für das internationale Kinderchorfestival in Dresden. Am 15.10. fand dazu ein erstes Meeting statt, in dessen Rahmen die Projektgruppe der TK 12 das Konzept eines Touristischen Tages unter dem Motto "Time Warp" für Mai 2014 vorstellte. Die Präsentation war professionell gehaltet und dementsprechend erfolgreich. Wir sind gespannt, wie`s weitergeht...

 

"Versteckte Ecken in Moritzburg entdecken", das war das Ziel unseres Kollegenausfluges am Montag der Vorbereitungswoche. Tatsächlich ging es allerdings in Radebeul los, denn der Lößnitzdackel trug uns dampfbetrieben durch grüne Landschaften hin zum Treffpunkt am Moritzburger Bahnhof. In einem Spaziergang umrundeten wir dann das Moritzburger Schloß mit den vier verschieden benannten Türmen. Von dort trugen uns Pferdekutschen durch die Moritzburger Jagdwälder, die noch allerlei vom „alten Charme“ zeigten. Die Kutschfahrt endete am Leuchtturm, neben dem Marcolinihaus, wo uns eine leckere Rosenbowle, ein appetitliches Grillbuffet, ein aufgeregter, aber mit Wissen gefüllter Zeitgenosse des Barock und ein engagierter Fasanenmeister erwarteten und schließlich begeisterten. Der Ausflug war für alle Kolleginnen und Kollegen ein gelungener Tag.

Darius Ludwig

Die tollen Fotos sind von Axel Körsten. Vielen Dank!

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Kevin Laßner (Klasse 11 A) gewann mit seinem Beitrag über den Film "Im Westen nichts Neues" den Wettbewerb "Schüler schreiben eine Filmkritik", zu dem das Schulkino Dresden während der Kinowochen im März aufgerufen hatte. Er konnte sich über zwei Kinokarten freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Im Westen nichts Neues (1930)

„Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben!“ Für Kaiser, Gott und Vaterland! Paul Bäumer, Schüler eines deutschen Gymnasiums, und seine Mitschüler melden sich nach einer flammenden Rede ihres Lehrers freiwillig ihren Dienst in der Armee und später im ersten Weltkrieg zu leisten. Nach einer boshaften Grundausbildung des Reserve-Unteroffiziers Himmelstoß, ihr ehemaliger Briefträger, werden die Jungen an die Front geschickt. Sie treffen auf erfahrene Soldaten, mit denen sie gemeinsam das Grauen eines Stellungskrieges durchleben werden. Bei einem Heimurlaub erfährt Bäumer die unterschiedlichen Ansichten der Front durch Stammtischstrategen seiner Heimat. Später berichtet dieser verstört in seiner alten Schule, wie die Realität an der Front aussieht. Doch seine Darlegung wird angezweifelt und beschimpft. Zurück an der Front muss Bäumer feststellen, dass viele seiner Kameraden bereits gefallen oder wegen Fahnenflucht verhaftet worden sind. Seine Kompanie wird durch blutige Amateure wieder aufgefüllt. Nach weiteren alltäglichen Einblicken in den Krieg kommt es schließlich zum Höhepunkt des Films, Paul Bäumer wird tödlich von einer französischen Kugel getroffen. „Im Westen nichts Neues“ besteht aufgrund der technischen Situation damals als Stumm- sowie auch als Tonfilm und wurde für den deutschen Markt als einer der ersten Filme synchronisiert. Mit einer teils fortlaufenden und teils sprunghaften Szenenwechselmethode übermittelt der Film eine ganz individuelle Atmosphäre, dennoch ergibt sich ein zusammenhängendes Geschehen. Die neuartige mobile Kameraführung und die ersten Anfänge der Detailaufnahme binden Zuschauer in das Geschehen trotz einer Schwarzweißversion ein. Zeittypische Requisiten sowie Kleidungsstücke, wie die bekannte preußische Pickelhaube, fundamentieren den Eindruck des ersten Weltkrieges. Die Verwendung zweier Standorte, der Heimat und der Front, bestärken die Verdeutlichung von unterschiedlichen Ansichtsweisen. Eine exzellent ausgewählte Filmmusik erweckt zusätzlich emotionalen Einbund der Zuschauer. Der Film ist einerseits interessant und informativ gestaltet, andererseits durch seine hohe Laufzeit sehr langwierig anzuschauen. Man kann dem Geschehen im Großen und Ganzen recht gut folgen und sich ebenso in den Figuren wiederfinden. Man merkt jedoch leider, dass es alles nur geschauspielert wird, da Gefühle und Gedanken der Akteure etwas zu primitiv verwendet werden, um schnellstmöglich Zuschauer anzusprechen, was die Glaubwürdigkeit beeinflusst. Die Filmmusik ist vorzüglich getroffen, ebenso werden originale Klänge der Front eingebunden, was die stilechte Atmosphäre unterstützt. Der Wiederantritt an der Front und der Höhepunkt des Films, die letzte Szene, zeigen besonders auf, dass es sich um einen Antikriegsfilm handelt, denn die Realität des Krieges ist grausam, anders als in der Heimat propangiert wird. Der Film erfordert breitgefächertes Denkvermögen und durch die teils gewaltsamen Filmsequenzen erscheint die Altersempfehlung von zwölf Jahren zu niedrig angesetzt. Zusammenfassend ist „Im Westen nichts Neues“ ein ausgezeichneter Klassiker der Antikriegsfilme und für jeden Geschichtsinteressierten eine Empfehlung, welcher überdimensional und ausdauernd denken kann.

Originaltitel: All Quiet on the Western Front

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: 1930 Genre: Kriegsfilm (Antikriegsfilm)

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben Regie: Lewis Milestone Darsteller: Lew Ayres Louis Wolheim

Laufzeit: 136 Minuten

Erarbeitet von Kevin Laßner

Wir schreiben den 25.03.2014, 10:15 Uhr, Unterrichtsende. Die Klasse verlegt vom Klassenraum zum nahegelegenen "Kino im Dach". Gegen 10:55 Uhr kurze Bestandsüberprüfung: alle Schüler sind wohlbehalten angekommen. Uns erwartet ein Ausflug, ein Ausflug in die deutsche Geschichte, besser gesagt: genau einhundert Jahre in die Vergangenheit. Wir versetzen uns in das Jahr 1914, kurz nach Beginn des ersten Weltkrieges. Titel des Filmes, welchen wir gleich sehen werden, ist: "Im Westen nichts Neues".

Doch nicht nur im Film werden die jungen Menschen militärisch geführt, auch uns steht ein Offizier der Bundeswehr zur Seite: Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg, Leiter des Militärhistorischen Museums Dresdens, ist für eine geschichtliche Auswertung des Filmes anwesend. Punkt 11:00 Uhr: Der Film beginnt. Für manche ungewohnt in Bild- und Tonqualität, sehen wir, wie sich die ganze Klasse von Paul Bäumer anno 1914, vom Lehrer angeregt, freiwillig und euphorisch zum Kriegsdienst verpflichtet. Es folgt der erste militärische Drill im Kasernenhof, die Begeisterung klingt ab und spätestens nach den ersten Granateinschlägen in Frontnähe kommen statt Euphorie Fragen und Ängste in das Gemüt der jungen Männer. Wir sehen auf der Leinwand, wie sich der ehemalige Klassenverband mehr und mehr ausdünnt, der Stellungskrieg an der Westfront fordert seinen Tribut. Paul Bäumer lernt Kameradschaft und Zusammenhalt, aber vor allem den Schrecken des Krieges kennen. Als er den ersten direkten Feindkontakt im Granattrichter erlebt, wird Paul bewusst, dass er gegen Menschen kämpfen muss, die sind wie er selbst, in einem Krieg, den keiner der Soldaten gewollt hat. Das "Gesicht des Krieges" hat sich gewandelt und Paul steht dem sinnlosen Kampf kritisch gegenüber. So berichtet er auf Heimaturlaub seinem ehemaligen Lehrer mit seiner neuen Klasse von den schrecklichen, prägenden Erlebnissen an der Front und muss sich fehlende Vaterlandsliebe vorwerfen lassen. Am Ende des Heimatsurlaubs trennt sich Paul schweren Herzens von seiner ihn liebenden Familie, vielleicht sieht er sie nie wieder. Wenn Ihr sehen möchtet, was Paul alles erlebt hat und wie es ihm selbst im Tumult des Krieges ergeht, lege ich euch diesen Klassiker der Filmgeschichte ans Herz.

 Neben zwei Stunden packender Unterhaltung vermittelt der Film einen Eindruck der Welt von vor einhundert Jahren und dient gleichzeitig als Mahnmal für die Leiden, die ein Krieg mit sich bringt. Filmende: Die Schüler von heute sind gefragt. Fragen wie „Was macht diesen Film zum Antikriegsfilm?“ oder „Würde sich auch heute eine Klasse geschlossen freiwillig zum Kriegsdienst melden?“ stehen im Raum. Desweiteren hat Herr Oberst Prof. Dr. Rogg weitere Informationen zum Film und der Gesellschaft jener Ära parat. Wir erhalten Einblick in die damalige Zeit und erfahren, dass der Film, heute selbstverständlich, früher strittiger betrachtet wurde, sogar geschnitten wurde und dennoch Straßenschlachten auslöste, da er für das Ende der 1920er Jahre ein düsteres Bild vom Krieg vermittelte. Diese und viele weitere zusätzliche Informationen haben wir heute erhalten und Jeder für sich selbst konnte sein Puzzle der deutschen Geschichte ein wenig vervollständigen. 14.30 Uhr Dienstschluss

Marcel Böhme 12L2